Lesungen

»Ich habe mich immer gern mit Menschen über die letzten und vorletzten Dinge unterhalten, die

davon keine gefestigten religiösen oder philosophischen Vorstellungen haben. (…) Mich interes-

siert, wie der nahe Tod ihren Blick auf die Welt verändert.« (Iris Radisch)

Ändert sich die Sicht auf das durchlebte Zeitalter, wenn der Tod näher rückt? Wird das, was früher wichtig war, unwichtig? Wo hat man geirrt? Was hat man bewirken können – und was ist geblieben? Seit vielen Jahren führt ZEIT-Feuilletonchefin Iris Radisch Gespräche mit Schriftstellern und Philosophen im hohen Alter. Oft waren es Abschiedsgespräche, manchmal buchstäblich das letzte Interview. Der Lebensabend und seine Gestaltung ist in diesen Begegnungen immer präsent, ebenso wie die Rückschau auf Vergangenes und die Bedeutung des Alters für das eigene Schaffen. Dieses Buch hält große Fragen und Antworten bereit, denn mit fortschreitendem Alter verschieben sich Perspektiven und Haltungen: Der Band versammelt siebzehn Interviews, in denen Iris Radisch mit bedeutenden Zeitzeu- gen feinsinnig und ehrlich über die «letzten Dinge» diskutiert. Zu den Interviewten zählen u.a. Marcel Reich-Ranicki, Günter Grass, Martin Walser, Imre Kertész, Ilse Aichinger, Julien Green, Peter Rühmkorf, Claude Simon und Sarah Kirsch.

Iris Radisch, geboren 1959 in Berlin. Studium der Germanistik, Romanistik und Philosophie in Frankfurt am Main und Tübingen. Tätig als Literaturkritikerin; seit 1990 Literaturredakteurin der ZEIT, seit 2013 dort Leiterin des Feuilletons. Dane- ben Tätigkeit als Fernsehmoderatorin. 2008 wurde sie mit dem Medienpreis für Sprachkultur der Gesellschaft für deutsche Sprache ausgezeichnet. 2009 ernannte die französische Kulturministerin Iris Radisch zum «Chevalier des Arts et Lettres».

Eintritt: 11,-€ / ermäßigt 9,-€

Einlass ab 19:00 Uhr

Weitere Informationen über logoi.de & 0241.16025088

Der Büchertisch wird von der Buchhandlung Backhaus gestellt.

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