Philosophischer Salon mit Jürgen Kippenhan und Sebastian Ybbs

10.11.2013, 12 Uhr

»Camus im Zug«: Zum 100. Geburtstag von Albert Camus

Warten sie nicht auf das Jüngste Gericht: Es findet alle Tage statt

Im Zug, auf dem Weg zwischen Lens und Paris, bin ich Albert Camus begegnet. Wenn man es genau nimmt, war es nicht er selber, sondern eine Person, die behauptete, die Passion Camus weiterzuleben. Eine absurde Situation. Ein halbes Jahrhundert zuvor hatte Camus für ebendiesen Zug ein Ticket in der Tasche, ließ sich aber von einem Freund zur Mitfahrt in dessen Auto überreden. Sie verunglückten tödlich.

Kann der Journalist, Literat, Verfechter von Freiheit und Gerechtigkeit und der Philosoph des Absurden weitergedacht werden? Oder war alles, was er zu sagen hatte, schon gesagt? Sind seine Thesen, die unter dem Eindruck der politischen Ereignisse des letzten Jahrhunderts entstanden sind, noch zeitgemäß zu beantworten? Jürgen Kippenhan und Sebastian Ybbs wagen, darüber zu sprechen.

Jürgen Kippenhan kennt sich mit nichts so gut aus wie mit dem Absurden.

In seinen Romanen vermischt der Schriftsteller Sebastian Ybbs Fiktionen und wahre Ereignisse mit einer Unbeschwertheit, bis wir beides nicht mehr voneinander trennen wollen. In diesen Tagen erscheint sein neustes Werk “Die Gedankentauscher”, in dessen Handlung der Protagonist in schicksalhafter Weise auf Albert Camus stößt.

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